Raunachtbegleitung - 2. Raunacht

22.12.2021

2. Raunacht

Nachdem ich gestern an Jul erst die Wohnung gereinigt und dann selbst gebadet hatte, konnte ich mit den weiteren Ritualen fortfahren. Mit Einbruch der Dunkelheit trug ich dann das Licht der Kerzen in meine Wohnräume und entzündete weiteres Räucherwerk. Nun war alles bereit für das Orakel. Ich plane nie, welches Kartendeck für die Raunächte genutzt wird. Ich lasse mich auch dabei ganz von meinem Gefühl leiten. Diesmal wollten zwei unterschiedliche Kartendecks gemeinsam für mehr Klarheit sorgen und ich war sehr erfreut, wie hervorragend sie sich ergänzen.

Aus The Hermetic Tarot von Godfrey Dowson zog ich die Karte The six of pentacles (Die Sechs der Münzen), The Lord Of Material Success. Das Besondere an diesem Tarot ist seine Erscheinung. Es ist in schwarz-weiß gehalten und basiert auf den Lehren des hermetischen Ordens The Golden Dawn. Lehrinhalte dieses Geheimbundes sind die Kabbala, Astrologie, Alchemie, Tarot und Magie. Wer sich in diesen Bereichen etwas auskennt, wird keine Probleme im Lesen der Symbolik haben.

Aus dem Set Mondaspekte von Anita Norina Schickinger zog ich die Karte Fülle.

Beide Karten stehen sehr eindeutig für Er-füllung, Werte, Sicherheit, Materielles. Dies lässt mich sehr hoffnungsvoll auf den Januar blicken.

An Träume der ersten Raunacht kann ich mich nur vage erinnern. Ich habe wohl meinen letzten Klinikaufenthalt verarbeitet und wurde mit Medikamenten versorgt. Das erste was ich bei der Erinnerung daran fühlte, war Dankbarkeit. Und diese kann ich ganz gut mit den Karten in Verbindung bringen. Um nämlich nicht in alte Glaubensmuster zu verfallen, die mir materielle Erfüllung gerne erschweren, widme ich den heutigen Tag der Dankbarkeit. Wer dankbar ist, ist nicht im Mangel und kann mit Fülle in Resonanz gehen. Wenn ich also ab Januar in materieller Fülle leben möchte, wie es die Karten prophezeien, hilft es wenn ich mir verdeutliche wofür ich dankbar bin.

Frag dich heute auch, für wen oder was du in deinem Leben dankbar bist. Du kannst auch ein Dankbarkeits-Tagebuch anlegen und jeden Tag drei Sachen aufschreiben, für die du dankbar bist. Je bewusster wir uns auch der kleinen Dinge sind, die uns dankbar und glücklich machen, desto weniger leiden wir und umso erfüllter wird unser Leben.

Während der Raunächte wenden wir uns unserem Inneren zu. Wir gehen in die Stille. Hier liegt der Schlüssel unserer Schöpferkraft. Versuche es heute mal mit einer Dankbarkeitsmeditation aus dem Yoga und bringe deine Frequenzen damit hoch in die Fülle.

Finde eine bequeme Sitzhaltung, und lege deine Hände auf den Oberschenkeln ab, gerne mit den Handflächen nach oben. Richte deine Wirbelsäule gerade auf und schließe deine Augen.

  1. Atme drei mal tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus. Spüre deinen Atem beim Einatmen an der Nase etwas kühler, beim Ausatmen aus dem Mund erwärmt. Fühle wie dein Atem deinen Bauch anhebt und absenkt.

  2. Finde nun zu deinem natürlichen Atemrhythmus zurück und beobachte ihn. Mit jedem Ausatmen lässt du etwas mehr los.

  3. Bringe nun deine Aufmerksamkeit in deinen Herzraum. Verbinde dich bewusst mit der Kraft deines Herzens. Spüre deinen Herzschlag. Werde dir darüber bewusst, wie sehr dein Herz für dich arbeitet. Mit jedem Herzschlag pumpt es Lebenskraft durch deinen Körper.

  4. Erinnere dich jetzt an einen Menschen für den du ganz besonders dankbar bist. Mach dir bewusst, wie dankbar du dafür bist, diesen Menschen in deinem Leben zu haben. Denke an all die besonderen Momente, die du mit diesem Menschen bisher erlebt hast.Was macht diesen Menschen für dich so besonders? Was schätzt du an ihm? Lass nun die Dankbarkeit für diesen Menschen in dein Herz fließen. Du kannst dir vorstellen, die Dankbarkeit sei ein weißes Licht, welches von deinem Herzen durch deinen ganzen Körper fließt.

  5. Erinnere dich nun an eine Entscheidung für die du dankbar bist. Welche Entscheidung war das? Erinnere dich nochmal an den Moment, als du die Entscheidung getroffen hast, für die du so sehr dankbar bist.. Lass nun auch dafür die Dankbarkeit als weißes Licht in dein Herz und von dort aus durch den ganzen Körper fließen.

  6. Erinnere dich jetzt an eine besondere Erfahrung, die du in deinem Leben gemacht hast. Eine Situation, ein Moment, Für den du dankbar bist. Was für eine Situation war das? Ein Erlebnis mit Menschen die du liebst? Etwas das du erreicht hast, worauf du stolz bist? Ein mystisches Erlebnis in der Natur?Lass die Dankbarkeit nun auch für diese Situation in dein Herz fließen. Dankbarkeit breitet sich in deinem Körper wie weißes Licht aus, bis du davon erfüllt bist. Du erkennst nun die Fülle in deinem Leben.

  7. Nimm diese Dankbarkeit mit in diesen neuen Tag. Erinnere dich immer wieder an die vielen Dinge für die du dankbar sein kannst. Auch die, die schon fast normal für dich geworden sind. Stell dir dabei immer wieder vor, wie sich die Dankbarkeit wie weißes Licht in deinem Körper ausbreitet.

  8. Wenn du magst. Kannst du nun deine Hände im Schoß zusammenlegen oder sie in Gebetshaltung vor deine Brust bringen. Bedanke dich nocheinmal für die Fülle in deinem Leben und für das Wunder deines Seins.

  9. Atme jetzt nochmal tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Bewege langsam deine Hände und Füße. Recke und strecke dich und komme langsam wieder im Hier und Jetzt an.

  10. Wenn du soweit bist, kannst du langsam wieder deine Augen öffnen,

Eine kurze Atemmeditation bietet sich nachher dann wieder an, bevor wir uns wieder der Divination zuwenden. Ich bin gespannt, was sich heute für den Monat Februar zeigt.

Möchtest du mehr über Raunachtsrituale und Bräuche erfahren? Möchtest lernen, wann man wie mit welchen Kräutern oder Harzen räuchert? Brauchst du Hilfe bei der Traumdeutung? Dann schreibe mir über das Kontaktformular oder buche direkt in meinem Shop das magische Raunachtangebot. Ich freue mich auf dich.

Herzlichst,
Deine Gloria

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