Litha, die Mittsommernacht

19.06.2022

Das Jahresrad dreht sich weiter

Am 21.6.22 ist nicht nur kalendarischer Sommeranfang, sondern auch Sommersonnenwende. Die Sonne steht jetzt an ihrem höchsten Punkt und es ist die kürzeste Nacht des Jahres. Es gibt viele Namen für diesen Tag:  

 Litha, Holdertag, Johannistag

Als Sonnenfest gehört Litha im Hexenjahr zu den kleinen Sabbaten. Im Gegensatz zu den keltischen Hochfesten ist es eines der jüngeren Feste in neopaganischen Religionen und hat seine Wurzeln im Wicca.

Mehr zu den Wiccatraditionen und Jahreskreisfesten kannst Du in meinem Samhain-Artikel nachlesen, mit dem das Jahresrad beginnt.

Das Land ist fruchtbar, jetzt ist die Zeit der Muttergöttin.

Dazu möchte einen Beitrag von meinem Facebook-Blog "Herzstimme" mit Dir teilen:


Sie ist die Mutter

Sie schenkt Leben.
Sie nährt ihre Kinder.
Sie liebt und behütet sie.
Sie lässt wachsen.
Sie gibt Halt und Hoffnung,
Sie bietet Schutz und Geborgenheit.
Sie vertraut und lässt los,
immer bereit,
ihre Kinder wieder aufzunehmen.
Sie kämpft und sie weint.
Sie erträgt Last und Schmerz.
Sie gibt nicht auf.
Sie ist ich.
Sie ist wir.
Sie ist Gaia.
Sie ist die Mutter.

(c) Luna, 04.06.2018 

Bild: Druid Craft Tarot, The Lady


Zu Ehren von Frau Holle, eine andere Bezeichnung für die große Muttergöttin, backen wir am Holdertag Hollerküchle. Das sind in Teig getauchte Holunderblüten, die in der Pfanne goldbraun gebacken werden. 

 In christlichen Gebieten feiert man den Johannistag und entzündet ihm zu Ehren die Johannisfeuer. Wie bei den meisten Jahresfesten mischen sich heidnische Bräuche mit christlichen Traditionen.

So ist der Johannistag auch ein Lostag, also ein wichtiges Datum in Volksbräuchen und Bauernregeln, und viele Zeigerpflanzen und Tiere sind nach ihm benannt. Zu dieser Zeit blüht z.B. das Johanniskraut und die Johannisbeeren erreichen ihre volle Reife.

Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst Du richten Deine Sensen 

Diese Bauernregel entstand aus der Erkenntnis, dass der Johannisikäfer zur Balz losfliegt, wenn das Wetter länger warm und trocken bleibt. Bemerkt man also Ende Juni Schwärme von Johanniskäfern, kann man relativ sicher sein, eine trockene Ernte einzufahren, wenn man jetzt damit beginnt.


Ein sehr weit verbreiteter Brauch ist das Entzünden der Sonnenwend- oder Johannisfeuer.

Der Sprung über das Feuer soll Krankheiten fern halten und ist bei junge Paaren auch als Liebesritual beliebt.

Oft bindet man sich Gürtel aus Beifuß um und tanzt damit um das Feuer. Am Ende wird dieser dann mit allen Anfeindungen verbrannt.

Wie wirst Du dieses Fest feiern? Entzündest Du ein Feuer?

Ich fahre an diesem Tag mit meinem Liebsten in Urlaub an den Bodensee. Vielleicht finden wir ja dann abends ein Sonnenwendfeuer über das wir springen oder an dem wir uns eine Weile niederlassen können. Gemeinsam den Flammen beim Tanzen zusehen oder vielleicht doch selbst um das Feuer tanzen. Wir werden sehen. Auf jeden Fall werden wir diese besondere Zeit sehr genießen.

Oh, und vergiss nicht: Dem Morgentau nach der Johannisnacht, auch Johannistau genannt, sagt man nach, er stecke voller Kraft und Segen. Wäscht Du Dich damit, so soll es Dich von Krankheiten befreien

Blessed Litha.

Deine Gloria

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