Bewusstwerdung

02.08.2021

Bewusst werden, wie geht das eigentlich?

Es wird ja immer viel darüber geschrieben und geredet, dass man sein Bewusstsein erweitern sollte. Das man bewusst leben soll. Viele Weisheitslehren beschäftigen sich seit Urzeiten mit diesem Thema. Aber worum geht es dabei, und wie lebt man dann auch bewusst?

Ich möchte versuchen, auf dieser Seite Bewusstwerdung und bewusst leben, leicht und verständlich nahe zu bringen. Als erstes lohnt es sich zu erkennen, dass wir alle als unbewusste Kinder in diese Welt der Dualität gekommen sind. Wir​ waren uns selbst nicht bewusst. Nichts was wir taten, machten wir bewusst. Erst mit der Zeit lernten wir, dank der Spiegelung im Aussen, uns selbst und unserer Bedürfnisse bewusst zu werden. Wir lernten, das Prinzip von Ursache und Wirkung kennen​. Wenn wir Hunger hatten, machten wir uns durch schreien bemerkbar, und unsere Umwelt, meist unsere Mutter, stillte unser Bedürfnis. Daher kommt auch der Begriff "Stillen". In unserem ganzen weiteren Leben, während unserer gesamten Entwicklung, geht es im Grunde immer um diese Dinge: Bewusst werden, Bedürfnisse erkennen und stillen, sich entwickeln und wachsen. Letzteres nicht nur körperlich, sondern besonders auch geistig. Dabei dürfen wir auch nie vergessen, das in unserem Inneren, in einem Teil unserer Psyche, immer noch ein Kind in uns steckt, um das wir uns kümmern sollten​. Bei allem, was wir also bewusst tun und wahrnehmen, entwickeln wir uns weiter, und kümmern uns dabei gleichzeitig um unsere Bedürfnisse und um unser inneres Kind. Klingt also doch ganz einfach, oder? Nicht? Gut, dann fangen wir bei den Grundbedürfnissen an:

Wir wollen leben. Wir würden, als psychisch gesunder Mensch, bewusst also nie etwas tun, um unser Leben zu beenden. Im Gegenteil, wir sorgen ganz unbewusst immer dafür, dass wir leben: 

Wir atmen. Einatmen und ausatmen passieren einfach. Das müssen wir nicht bewusst tun. Wir geben uns einfach dem Fluss des Lebens hin, dem Atemfluss. Anhand diesen ersten Beispiels, erkennen wir, wie wichtig es ist, dem Fluss des Lebens zu vertrauen. Wir nehmen den Rhythmus einfach an, unseren ganz eigenen. Es wird uns auch nicht gut tun, diesen Rhythmus willentlich einfach zu verändern. Es würde sich schmerzhaft bemerkbar machen. Und sollte etwas oder jemand im Aussen versuchen unseren Rhythmus​, unseren Lebensfluss, zu unterbrechen, werden wir uns dagegen wehren. Wenn dies nicht bewusst geschieht, wird unser Unterbewusstsein dafür sorgen, dass wir dies wahrnehmen. Entweder über Träume, Krankheiten oder durch Spiegelung im Aussen. Bevor ich jetzt noch weiter ausschweife, komme ich also zu dem ersten Rat, wie man bewusster wird:

Am besten fangt ihr mit einer Atemübung an .Macht es euch bequem, entspannt euch und beobachtet einfach mal nur euren Atem. Wie ist der Rhythmus? Wie tief atmet ihr? Spürt, dass er einfach passiert. Erkennt, dass ihr ihn einfach fliessen lasst. Wie gut sich das anfühlt, nichts beeinflussen zu müssen. Einfach loslassen. Beobachtet weiter, wo er hinfliesst. Wo spürt ihr euren Atem? Aussen an der Nase? Innen im Brustkorb? Oder auch im Bauch? Ihr dürft auch eure Atemzüge zählen. Das hilft, euren Verstand von anderen Gedanken abzulenken. Wenn ihr das regelmäßig macht, lernt ihr, bewusster zu werden, weil ihr achtsamer werdet. Und ihr seid im Hier und jetzt. Der einzige Moment, in dem ihr irgendwas beeinflussen​ könnt. Ihr lernt, euch dem Fluss des Lebens​ hinzugeben. Und erkennt, dass alles im ständigen Wandel ist. Auf einatmen folgt ausatmen, auf Dunkel folgt Licht. Ihr erkennt, dass es immer zwei Pole gibt, und sie zusammen, ein Ganzes ergeben. Ihr versteht, dass alles Energie ist, denn jeder Atemzug gibt euch Kraft und Energie. Und ihr lernt, eurer Intuition zu vertrauen. In eurem Inneren wisst ihr immer, wann ihr einatmen​, und wann ihr loslassen müsst. Und das ist wichtig, um leben und überleben zu können. Ich hoffe, dass ihr Spaß an der Übung findet, und ihr ein wenig bewusster dadurch werdet. Ich freue mich, wenn ihr auch weiter diesen Weg gehen wollt und euch entwickelt. Ich übe mich auch selber jeden Tag darin, und bin stolz auf jeden neuen Schritt. Wir hören nie auf, uns zu entwickeln.

Wenn ihr Fragen dazu habt, dürft ihr mich gerne anschreiben. Ich freue mich über jede Reaktion, und danke für eure Aufmerksamkeit.

Liebe Grüße,

Eure Gloria 

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