Bewusster leben

02.08.2021

Bewusster leben ist kein Hexenwerk. Hier habe ich hier darüber geschrieben, was bewusst werden bedeutet, und wie man mit kleinen Übungen im Alltag bewusster leben lernt. Wir haben mit den Grundbedürfnissen angefangen: Wir wollen leben. Zum Leben gehört als aller erstes das Atmen. Ich habe euch dazu eine kleine Atemmeditation vorgestellt. Diesmal möchte ich eure Aufmerksamkeit auf die Nahrungsaufnahme lenken. Keine Angst. Ich schreibe keinen Ernährungsratgeber, und möchte auch nicht eine bestimmte Ernährung als heilbringend vorstellen.

 Ich fange weiter vorne an: Bevor wir Nahrung aufnehmen, müssen wir zuerst mal ein Bedürfnis wahrnehmen: Hunger oder Durst. Und dieses Bedürfnis dann stillen. Ja, das scheint so simpel. Aber wie oft ignorieren wir unseren knurrenden Magen? Oder stecken uns ein Bonbon in den Mund, obwohl wir eigentlich durstig sind? Hunger und Durst ist also erstmal unbewusst. Der Körper sendet uns entsprechende Signale, die wir dann bewusster wahrnehmen, und im günstigen Fall auch richtig beantworten. Wenn wir also bewusster leben wollen, sollten wir uns auch bewusster ernähren. Und auch hier gilt, ruhig auf den Bauch hören. Unser Körper weiß sehr genau was er braucht. Er signalisiert nicht nur Hunger oder Durst, wir entwickeln auch Appetit auf ganz bestimmte Sachen. Wir kennen z.B. alle den Heißhunger auf Süßes, oder nicht? Jetzt können wir uns natürlich in diesem Fall über das Nutellaglas hermachen...lecker, aber sicher nicht das was unser Körper braucht. Das wissen wir spätestens dann, wenn wir mit den Konsequenzen klar kommen müssen. Stattdessen könnten wir diese Gelüste mit frischem Obst stillen. Schwangere kennen das sicher auch, diese Heißhungerattacken. Ich habe in meiner ersten Schwangerschaft z.B. damit angefangen, Salat zu essen. Das war vorher nicht so meins. Als auf der Arbeit beim Pizzadienst bestellt wurde, und ich einen großen Salat wollte, war ich genauso überrascht wie meine Kollegen. Aber mein Körper brauchte das halt. Es ist also wichtig, wahrzunehmen was der Körper braucht, um ihm das dann auch zu geben. Leider ist bewusstes essen und trinken in unserem hektischen Alltag fast verloren gegangen. Wir ernähren uns von Fast Food, stopfen mal eben in kurzen Pausen irgendwas in uns hinein, und achten oftmals nicht einmal darauf was wir da essen. Und hier möchte ich euch helfen, etwas daran zu ändern. 

Versucht einmal darauf zu achten, wann und wie oft ihr eigentlich Hunger oder Durst bekommt. Vielleicht entdeckt ihr einen ganz anderen Rhythmus als bisher. Und dann hört genau hin, nach was es euch gelüstet. Damit beginnt der schwierige Teil: 

Die bewusste, gesunde Ernährung. Tauscht doch einfach mal den Kaffee, gegen Tee aus. Selbstgemachte Limonade statt Cola. Bei den Mahlzeiten vielleicht mal etwas ausgewogener: Weniger Fleisch, mehr Fisch und Gemüse. Bringt etwas Abwechslung auf den Speiseplan. Ihr dürft dazu auch gerne die Farben mit einbeziehen. Was rotes, was gelbes, was grünes...und zack, habt ihr eine schmackhafte bunte Platte. Das Auge isst schließlich mit. Ihr werdet feststellen, dass Essen so auch wieder mehr Spaß macht, und auch das Zubereiten. 

Natürlich gehört dazu noch die Atmosphäre. Macht es euch schön beim Essen, ob gemeinsam oder alleine. Nehmt euch Zeit und genießt. Kaut langsam und schmeckt bewusst. 

Eine schöne Achtsamkeitsübung ist auch, das gegenseitige Füttern mit verbundenen Augen, ob als Paar oder mit den Kindern, und das Erraten der jeweiligen Speisen. 

Und wenn wir schon dabei sind, sollten wir eigentlich schon beim Einkauf bewusster werden. Wo kaufen wir was ein? Woher kommt unser Fleisch, Gemüse und Obst? Ich gebe zu, im Discounter regionale Produkte zu kaufen, ist nicht leicht. Es wird ja schon schwierig, deutsche Kartoffeln zu bekommen. Welch eine Ironie. Aber auch hier können wir unsere Gewohnheiten ändern. Es fängt alles damit an, indem wir uns bewusster werden. 

Ich wünsche euch viel Spaß dabei und freue mich über eure gemachten Erfahrungen.

Viele liebe Grüße,

Eure Gloria 

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